faust gymnasium

"Ulmer Spatzen" am Faust

Interview mit Hans de Gilde, dem Chorleiter des Ulmer Spatzen Chor

Luisa: Wie lange leiten Sie den Chor schon?

De Gilde: Viel zu lange, (lacht) schon seit 20 Jahren.

Emma: Wie sind Sie auf den Beruf gestoßen?

De Gilde: Ich habe die Musik schon immer geliebt und bin dann nach meinem Abschluss auf die Volksmusikschule gegangen. Nach dem Studium bin ich dann als Dirigent durchgestartet und seit 20 Jahren eben bin ich bei den Ulmer Spatzen.

Giulia: Ist Ihr Job anstrengend?

De Gilde: Ja, gerade vor so großen Wettbewerben wie dem Deutschen Chorwettbewerb. Da trainiert man so oft und lange, das ist schon anstrengend. Aber mir macht das auch sehr viel Spaß, sonst würde ich das nicht schon seit 20 Jahren machen.

Emma: Wie entspannen Sie sich bei dem Stress?

De Gilde: Ich gehe oft in die Niederlande, mein Heimatland, wo ich mich sehr gut entspannen kann.

Giulia: Jetzt zu ihrem Chor - wie oft trainieren Sie pro Woche?

De Gilde: Wenn keine Wettbewerbe anstehen, zwei Mal pro Woche, und die Schülerinnen haben dann noch in kleinen Gruppen Proben, also die hohen Stimmlagen und die niedrigeren zusammen.

Luisa: Wie viele Konzerte geben die Ulmer Spatzen pro Jahr?

De Gilde: Wir haben etwa 40 Auftritte.

Giulia: Geben Sie auch internationale Konzerte?

De Gilde: Ja, überall. Wir hatten schon Auftritte in den USA, Südafrika, China…

Luisa: Wie viel haben Sie schon mit dem Chor erreicht?

De Gilde: Wir haben 2002 mit dem Mädchenchor den Deutschen Chorwettbewerb gewonnen und 2014 mit dem Kinderchor.

Emma: Wie finanziert sich der Chor?

De Gilde: Durch den Jahresbetrag der Sängerinnen, die im Jahr 215 Euro zahlen. Und natürlich durch Spenden und durch Unterstützung der Stadt Ulm, die zum Beispiel mich bezahlt - das hilft dem Chor sehr viel.

Giulia: Haben Sie einen Konzertort, wo Sie am liebsten auftreten?

De Gilde: Nein das habe ich nicht. Ich mag es, auch mal einfach ein kleines Konzert zu geben, zum Beispiel wie gestern Abend… da haben wir noch einmal für den Chorwettbewerb geprobt, und zwar in Staufen vor dem Brunnen am Rathaus. Das finde ich viel schöner als in großen Hallen, in denen wir sonst auftreten.  

 

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Interview mit einer Sängerin des Ulmer Spatzen Chors

Timo: Hallo, fangen wir gleich mit der ersten Frage an. Wie heißt du und wie alt bist du?

Lisa: Hi, ich heiße Lisa und bin 18 Jahre alt.

Timo: Wie lange singst du schon im Ulmer Spatzen Chor?

Lisa: Ich singe jetzt seit 11 Jahren im Ulmer Spatzen Chor und es macht mir immer noch sehr viel Spaß.

Timo: Wie bist du auf die Idee gekommen, in diesen Chor zu gehen?

Lisa: Meine Mutter hat mich dazu gebracht, sie war auch mal Mitglied in diesem Chor. Ich habe als Kind schon immer gesungen und dann hat sie mich in diesen Chor gebracht.

Timo: Und wie oft probt ihr in der Woche?

Lisa: Wir proben zwei Mal: Ein Mal alle zusammen 2 Stunden und dann nochmal 1,5 Stunden jeweils in den verschiedenen Stimmlagen. Und dann hat eigentlich jeder noch Gesangsunterricht, aber das ist freiwillig.

Timo: Klappt das dann noch alles mit der Schule und wie sieht es mit deiner Freizeit aus?

Lisa: Also ich finde der Chor beeinträchtigt nichts. Es ist ein Hobby, wie jedes andere, wofür man sich Zeit nehmen muss. Man muss halt wissen, wo man seine Prioritäten setzt. Aber meine Freizeit nimmt es nicht weg. Eher im Gegenteil, man trifft sich mit Freunden, man macht was einem Spaß macht (singen), also ich nenne das Freizeit.

Timo: Hast du dann manchmal Halsschmerzen oder andere Probleme durch das ganze Singen?

Lisa: Nein, eigentlich nie.

Timo: Gefällt dir die Musik, die ihr hier im Chor singt oder hörst du in deiner Freizeit lieber andere Musik?

Lisa: Ja, sehr sogar. Zwar ist es am Anfang schwerer sich in der Musik zu finden, aber ich höre sie dann auch immer gerne zuhause. Aber das ist dann auch immer hilfreich fürs Üben, weil man das Lied viel besser im Ohr hat.

Timo: Was ist dein Lieblingslied von denen, die ihr singt?

Lisa: Auf jeden Fall ´Pangelingua´.

Timo: Wie fühlst du dich vor einem Auftritt, aber auch während des Auftrittes?

Lisa: Also, davor bin ich zwar nervös, aber im Positiven. Vorfreude kann man das glaub ich auch nennen. Aber während des Auftrittes habe ich Spaß und all die nervösen Gefühle sind weg.

Timo: Und meine letzte Frage, willst du in deiner Zukunft auch etwas mit Musik machen?

Lisa: Ja. Also, ich glaube Musik wird immer ein Teil meines Lebens bleiben, egal in welcher Form.

 

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Interview mit Sängerinnen des Ulmer Spatzen Chor

 

Frage: Wie seid ihr dazu gekommen im Chor zu singen?

 

Ulmer Spatzen: Wir haben vor allem durch ältere Geschwister und Freunde zu den Spatzen gefunden. Man wächst einfach in die Familie hinein und bringt Freunde und Verwandte mit. Viele sind schon mit vier Jahren in den Chor gekommen.

 

F: Was macht es genau so reizvoll, bei den Ulmer Spatzen zu singen?

 

US: Wir haben eine ganz besondere Gemeinschaft, ein ist ein bisschen wie Familie. Außerdem haben wir einen coolen Chorleiter!

 

F: Was sind die Nachteile für euch, im Chor zu singen?

 

US: Das Vorsingen! Wir müssen jedes Jahr dem Chorleiter vorsingen. Das ist das Schlimmste! Außerdem geht viel Freizeit verloren. Wir proben ja jede Woche außerhalb von der Schule.

 

F: Habt ihr dann noch Zeit für andere Hobbys?

 

US: Ja, klar! Wir spielen ein Instrument, tanzen oder machen anderen Sport. Aber vor dem Konzert gibt es viele Extra-Proben, da müssen die anderen Hobbys halt den Kürzeren ziehen.

 

F: Viele behaupten, dass Singen eine Art Sport ist. Seht ihr das auch so, und warum?

 

US: Ja, auf jeden Fall! Es verlangt extrem viel Disziplin und Konzentration. Es ist auch extrem anstrengend, wir müssen auch viel stehen. Außerdem müssen wir immer bei den Proben dabei sein, selbst wenn wir krank sind, damit wir nichts verpassen.

 

F: Wenn wir gerade bei Krankheiten sind… habt ihr irgendeinen Tipp, wie man seine Stimme schützen kann?

 

US: Nicht wirklich. Einfach viel Tee trinken und Hustenbonbons helfen auch.

 

F: Was unterscheidet das Singen im Chor von einem Solisten?

 

US: Im Chor musst du viel mehr auf die anderen hören. Außerdem macht es in der Gruppe mehr Spaß.

 

F: Also musst du, um mitzusingen, auf jeden Fall gute Ohren haben. Aber welche Eigenschaften sollte man als Chorsängerin noch haben?

 

US: Man sollte natürlich gut singen können (lachen). Zudem ist der Teamgeist in einem Chor wichtig.

 

F: Wisst ihr, warum ihr Ulmer Spatzen heißt?

 

US: Der Name stammt von einer alten Legende. Als das Münster in Ulm gebaut wurde, mussten die Holzbalken durch das Stadttor gebracht werden, aber da die Balken so dick waren, wussten die Arbeiter nicht, wie sie das schaffen sollten. Da kam ein Spatz, der einen Zweig im Schnabel hatte und flog quer durch das Stadttor. Dadurch wussten die Arbeiter, wie sie die Balken zu drehen hatten. Von diesem Spatz stammt unser Name.

 

F: Habt ihr dieses Jahr noch besondere Ziele, die ihr mit dem Chor erreichen wollt?

 

US: Jetzt den Deutschen Chorwettbewerb gewinnen! Zudem feiern wir dieses Jahr noch das 60jährige Jubiläum.

(Anmerkung: Der Ulmer Spatzen Chor belegte beim Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg den ersten Platz seiner Kategorie)