faust gymnasium



Organisation

Klassenstufe:
10. Klasse Informatik-AG
11. Klasse Informatik

Stundenumfang:
Informtik-AG 2 Wochenstunden
Informatik in der Oberstufe 2 bzw. 4 Wochenstunden

Ansprechpartner:
Herr Lautebach

Kontakt:
Urs(dot)Lautebach(at)fgst(dot)de

 

 

 

Informatik am Faust-Gymnasium

Das Fach Informatik ist in Staufen ungewöhnlich vielfältig vertreten. Einige der aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen werden bei uns seit Jahren aktiv vorweggenommen, etwa der vierstündige Oberstufenkurs, der im Frühjahr 2017 das landesweit erste schriftliche Informatik-Abitur ablegen wird.

 

Ziel des Informatikunterrichts

Wer Computer und Software nicht bedienen, sondern beherrschen will, ist in der Informatik am Faust genau richtig. Informatikunterricht ist bei uns nicht Nutzerschulung, sondern legt das Fundament für ein echtes Verständnis der Technologie. Fortschritte in der Informatikdidaktik und kindgerechte Lernsoftware erlauben es heute, diese Inhalte in jeder Klassenstufe altersgemäß zu unterrichten (wir setzen dabei ausschließlich kostenlose Software ein, die man auch zuhause ohne weiteres herunterladen und installieren kann). Auf die in Baden-Württemberg bevorstehende Einführung von Informatik in Klasse 7 ist das Faust damit besonders gut vorbereitet.

"Aber mein Kind will doch nicht Programmierer werden"!
Warum eigentlich nicht? Kein anderes Berufsfeld bietet so interessante, anspruchsvolle, zukunftssichere und gut bezahlte Jobs, und am Faust kann man es schon als Schüler auf hohem Niveau kennen lernen. Aber wichtiger ist: Jeder braucht Informatik. Sonst, ohne technisches Grundwissen, steht man der Technologie unserer Informationsgesellschaft vollkommen hilflos gegenüber.

Informatik gehört heute zur Allgemeinbildung.
Vor allem: Wer mal etwas selbst gebaut, programmiert und vor allem wirklich verstanden hat, wer mal einen verschlüsselten Text gebrochen oder ein Netzwerk zum Laufen gebracht hat, will mehr davon. Informatik macht einfach Spaß.

Beispielthemen

  • Wie programmiert man etwas selber?
  • Wie funktioniert das Internet, wie ein Hackerangriff?
  • Wie entwirft man eine Datenbank?
  • Wie arbeitet ein Routenplaner?
  • Wie macht der Computer das eigentlich alles innendrin, mit Strom und so?
  • Wie wurden früher Nachrichten sicher verschlüsselt? Wie macht man das heute?
  • Was schaffen Browser und Server es eigentlich, ohne Zutun des Nutzers ihre Verbindung abzusichern?

Angebote

Dieser Wettbewerb ist für alle Schüler offen und wird auch von Unterstufen-Klassen sehr gerne angenommen. Er soll mit altersgemäß gestalteten Aufgaben die Lust am algorithmischen Denken und an informatik-typischen Fragestellungen wecken.

Die Arbeitsgemeinschaft Informatik richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, wird aber in Einzelfällen auch von Jüngeren Schülern besucht. Hier wird eine Einführung ins Programmieren, Kryptografie, Codierungsverfahren und meistens ein oder zwei weitere Themen geboten. Die AG erfordert keinerlei Vorkenntnisse, ist freiwillig, wird im Zeugnis vermerkt und berechtigt zur Teilnahme am vierstündigen Kurs sowie zur Meldung zu einer Abiturprüfung.

Der zweistündige Informatik-Kurs für die Kalssenstufe 11 und 12 setzt keine Vorkenntnisse voraus. Teilnehmer mit AG-Erfahrung können sich vertieft mit den behandelten Themen befassen, Neueinsteiger
werden ans Grundniveau herangeführt.

Dieser Kurs für die Klassenstufe 11 und 12 setzt eine AG-Teilnahme voraus. Die Themen des zweistündigen Kurses werden hier vertieft behandelt. Dazu kommen andere und teilweise recht anspruchsvolle Gebiete wie Analyse von Sortierverfahren, formale Sprachen und Halteproblem, Softwareentwurf, objektorientierte Programmierung, Schaltungsentwurf sowie Mikro- und Assemblerprogrammierung. Schließlich entsteht im Unterricht ein eigener Compiler für eine (sehr einfache) Sprache, deren Programme dann auf einer ebenfalls selbst gebauten Maschine tatsächlich ablaufen.

Impressionen aus dem Unterricht

Didaktisch zugeschnittene Unterrichtswerkzeuge (hier "BlueJ" für die Java-Programmierung) bieten eine übersichtliche Handhabung ohne viel Drumherum.
Nicht immer erfordert der Informatikunterricht einen Computer. Sortierverfahren beispielsweise lassen sich viel anschaulicher "unplugged" einführen.
Am Simulator "Filius" behandeln wir Netzwerkgrundlagen, Schichten, Protokolle, Router, Firewalls, ein paar einfache Hackerangriffe und vieles mehr.
Diese Software simuliert einen fast kompletten Kleincomputer, auf dem die Schüler Mikro- und Assemblerprogrammierung üben.
Das Programmierwerkzeug "Scratch" ist eine didaktische Meisterleistung: Damit lernen auch Fünftklässler innerhalb weniger Stunden das Programmieren und haben dabei noch richtig Spaß. Nach der Erprobung in unserem Projektunterricht freuen wir uns, dass der neue Bildungsplan dieses Erfolgserlebnis endlich allen Siebtklässlern zugänglich macht.
Digitale Schaltungen werden am Simulator auf dem PC oder auch real zusammengebaut. Die Schüler im Bild vergleichen die beiden Vorgehensweisen.