faust gymnasium

Organisation

Klassenstufe: 11. Klasse

Termine: 3 Stunden pro Woche

Leitung:
Herr Schindler
Frau Schmitz

Kontakt:
Johannes(dot)Schindler(at)fgst(dot)de
Julia(dot)Schmitz(at)fgst(dot)de

Seminarkurs Film und Fernsehen

Im Seminarkurs Film und Fernsehen erlernen die Schülerinnen und Schüler journalistische Grundlagen in Nachrichten, Magazinbeiträgen und Dokumentationen ebenso wie Bildgestaltungselemente und die technischen Grundlagen in Filmschnitt und Kameraführung.

Neben einigen praktischen Filmübungen, schreiben sie eine Seminarkursarbeit, absolvieren eine mündliche Prüfung und drehen einen 3-minütigen Abschlussfilm. Diese Filme werden an einem Abend der Öffentlichkeit Mitte Juli 2015 präsentiert.

Wettbewerbe

Förderpreis Schulische Videoarbeit des Freiburger SchülerFolmForums 2016

Begründung der Jury für den "Förderpreis Schulische Videoarbeit", verliehen beim 16. Freiburger SchülerFilmForum 2016

Videoprojekt mit vier Filmen des Faust-Gymnasiums Staufen Waghalsige Biker auf selbstgemachten Trails, tödliche Besucher, die eindringen in die private Feierabendidylle und schließlich die Qual des Ausbrennenden haben die Jury beeindruckt.

Unterstützt von Julia Schmitz und Johannes Schindler haben Schülerinnen und Schüler des Faust-Gymnasiums Staufen im Seminarkurs Film und Fernsehen gezeigt, wie sie durch die Beschäftigung mit Schuss/Gegenschuss, Bildgestaltung und Kameratechnik die Filmsprache gelernt haben. Sie haben außerdem verschiedene Aufgaben im Entstehungsprozess übernommen, wie z. B. Drehbuch, Storyboard, Kamera, Schauspiel und Schnitt.

Seit 2011 sind auf diese Weise sehenswerte Kurzfilme entstanden, die immer wieder ihren Weg ins Programm des Freiburger SchülerFilmForums gefunden haben und heute mit dem Förderpreis Schulische Videoarbeit eine besondere Würdigung erfahren. Sport, Wagemut und Kreativität zeigen uns die Macher von Among Trailbuilders And Moutainbikers. Kurz und bündig bringen sie ihre Liebe zum spektakulären Radsport in freier Natur auf die Leinwand und machen uns Lust, diesen Sport mal auszuprobieren. Burn Out zeigt in eindrucksvollen Bildern den Leidensdruck des überforderten Protagonisten. Er sehnt sich nach Befreiung von diesem zerstörerischen Brand, der auch mit sprudelnder Arznei nicht zu löschen zu sein scheint. Breathless lässt uns atemlos mit der Protagonistin feststellen, dass der böse Traum leider doch keiner war.

Verräterische Zeichen - ein Schnitt im Finger, eine offene Terrassentür - und das unausweichliche Grauen, das schließlich hinter der Tür lauert. Ähnliches geschieht in Last Night, wo wir schon bald schaudernd erahnen, dass die verschmuste Katze uns das Wohlgefühl und die Geborgenheit nur vorgaukeln will. Das Unheil nimmt mit hervorragend gesetztem Licht und düsteren Schatteneffekten seinen Lauf zum tödlichen Finale - eine Meisterleistung in der Erzeugung von Spannung. Für diese vier Beispiele qualitativ hochwertiger Seminarfacharbeiten vergibt die Jury einen Förderpreis für die Schulische Videoarbeit in Höhe von 300.- € und freut sich auf weitere kreative Arbeiten aus dem Faust-Gymnasium Staufen.

1. Preis des FreiburgerFilmForums 2016  für LAST NIHGT von Jonathan Bumiller

Begründung der Jury für LAST NIGHT von Jonathan Bumiller - ein herausragender Film in der Altersklasse 14 - 18 Jahre

Die Kunst des Grauens ist meist trivial, reißerisch oder effekthascherisch. Dass es auch anders geht, zeigte schon der große Meister des Suspence Alfred H. und viele nach ihm. Auch beim Freiburger SchülerFilmForum ist es jedes Jahr eine Herausforderung für einzelne Filmemacherinnen und Macher, den Zuschauer das Gruseln zu lehren.

Leider gelingt das nicht immer. Jonathan Bulmiller vom Faust-Gymnasium Staufen zeigt in seinem Film LAST NIGHT, wie es gehen kann, und zwar in allen Bereichen des Filmhandwerks: bei der Lichtgebung, bei der Kameraführung, bei Schauspielführung und Regie, beim Schnitt und im Sounddesign. Behutsam setzt er seine Mittel ein, deutet nur schemenhaft an und lässt beim Betrachter eine Ahnung vor etwas reifen, dass er eine Gänsehaut bekommt und den Atem anhält - es entsteht Suspence - Hitchcock hätte seine wahre Freude daran. Uns hat der Film auch nach mehrmaligem Schauen immer wieder in seinen Bann gezogen - und das, obwohl eigentlich nicht viel passiert und nichts Gruseliges oder Grausames zur Schau gestellt wird.

Wir waren fasziniert davon, wie es der Film schafft, uns die Bedrohung in jedem Bild spüren zu lassen, in jedem Gesichtsausdruck und bei jedem Geräusch, das trotz dezenter Lautstärke unser Gefühlsleben in Wallung brachte. Und dann die Katze!!! Ihr gebührt eigentlich der Preis für die beste Darstellerin. Es fehlte uns im Abspann nur der Hinweis: "No Animals Were Harmed", und wir hoffen dass sie das Grauen überlebt hat. Wir gratulieren zu diesem sehr gelungenen Film und hoffen auf weitere. Nur eine Frage quält mich noch: Wer war das Mädchen mit dem Dutt auf dem Bett, das man am Ende des Films im Spiegelschrank erkennt? - Zumindest wenn man den Schluss einzelbildweise sichtet ...

3. Preis des FreiburgerFilmForums 2016 für WORKOHOLIC von Patrick Weygoldt und Philipp Wachsmann

Begründung der Jury des RVF-Kurzfilmwettbewerb für den Film "Workaholic" von Patrick Weygoldt, Philipp Wachsmann

Die täglich wiederkehrende Langeweile eines Büro-Angestellten als Stoff für einen Kurzfilm. Kein unmittelbar lösbarer Konflikt, kein Plot, kein finaler Höhepunkt. Nur die ständig wiederkehrende Monotonie des alltäglichen Erwachens ... Eine dramaturgisch nicht einfache Aufgabe hat sich der Film "Workaholic" damit selbst gestellt: Das tägliche "Hin und Weg" zum Arbeitsplatz filmisch darzustellen, dabei die nötige Spannung aufzubauen und die Zuschauer damit nicht zu langweilen.

Dem Film gelingt all das dank eines glaubwürdigen Hauptdarstellers und einer sehr gelungenen Bild- und Tongestaltung. Kameraarbeit und Schnitt zeugen von einem guten Gespür für filmisches Erzählen und Bildästhetik. Die Tristesse des entkräfteten Lohnabhängigen wird in den Einstellungen sichtbar, seine Verzweiflung und Sehnsucht nach etwas anderem spürbar. Damit wird aus Sicht der Jury das diesjährige Motto gekonnt ins Gegenteil verkehrt: Statt des mehrfach variierten kurzen Augenblicks des Verliebens, zeigt "Workaholic" das graue, dauerhaft Wiederkehrende Hin und Weg einer ausweglosen Situation, die vielen Menschen bekannt sein dürfte.

Weitere Filmprojekte

"Breathless" von Steffen Fiedler